Über 12.000 AntifaschistInnen haben am Samstag, den 13. Februar den geplanten Nazigroßaufmarsch in Dresden verhindert. Trotz massiver Gewalt und etlichen Schikanen von Seiten der Polizei setzten die NazigegnerInnen mit Blockaden, direkten Aktionen und Demonstrationen dieses Jahr das erste Mal den Abbruch der seit 1999 jährlich stattfindenden Naziveranstaltung durch. Wir waren mit rund 190 AntifaschistInnen aus Stuttgart und Region dabei!
Anlässlich der Gegenaktivitäten zu einem der größten alljährlichen Naziaufmärsche Europas, werden wir neben vielen anderen Städten bundesweit auch aus Stuttgart und Region eine gemeinsame Busfahrt am 13. Februar nach Dresden organisieren. Zusammen mit anderen antifaschistischen Bündnispartnern wollen wir nun die Mobilisierung anpacken!Am 14. November fand im "Club Zentral", einer Einrichtung des Jugendhaus Mitte, ein rechtsoffenes Black-Metal Konzert statt. Spielen sollte dabei die NSBM Band "Sturmkaiser" aus Italien.
Wir veröffentlichen hier nun die Auseinandersetzung zwischen uns und dem für die Veranstaltung verantwortlichen Popbüro Region Stuttgart im Nachhinein des 14. November.
Im Rahmen des sogenannten "Volkstrauertages" am 15. November planen Nazis der "Freien Nationalisten München" und der NPD einen Tag zuvor, am Samstag, den 14. November, zusammen einen Aufmarsch durchzuführen. Der Anmelder Philipp Hasselbach, langjähriger Nazi-Kader und ebenfalls Anmelder des diesjährigen Naziaufmarsches am 1. Mai in Neu-Ulm, hat sich den faschistischen Trauerauflauf in München mit seiner letztjährigen Anmeldung für 10 Jahre "vorgebucht". Damit soll sich der Aufmarsch neben Events wie dem Trauermarsch in Dresden, der Fackelmahnwache in Pforzheim, oder dem "Heldengedenken" in Halbe einreihen und zu einem alljährlichen Ritual der Naziszene werden.
In Stuttgart - Bad Cannstatt findet am 9. November um 18:00 Uhr vor der ehemaligen Synagoge. eine Kundgebung zur Erinnerung an die Pogromnacht 1938 statt.
Als grausamer Höhepunkt des antisemitischen Terrors der Faschisten vor dem Krieg, als Vorbote des Massenmordes an über 6 Millionen europäischen Jüdinnen und Juden, aber auch als warnendes Zeichen für die Beteiligung, die Akzeptanz und Indifferenz großer Teile der deutschen Bevölkerung, ist der 9. November für uns mehr als ein Tag der Erinnerung und Mahnung.